Technik und Sicherheit

HubschrauberTechnik

Wieso fliegt ein Hubschrauber überhaupt?
Er fliegt und schwebt, weil die drehenden Hauptrotorblätter einen Auftrieb erzeugen – spürbar durch den starken Abwind unter dem Helicopter.
Und wenn die Blätter nach links drehen, möchte nun zum Ausgleich der Rest des Hubschraubers nach rechts drehen.
Um genau das zu verhindern, gibt es den Heckrotor. Er erzeugt das erforderliche Gegendrehmoment.

Mit beiden Rotorsystemen kann der Hubschrauber Dinge tun, die kein anderes Fluggerät kann.

Allerdings ist der Pilot entsprechend gefordert.

HubschrauberknüppelMit der rechten Hand bewegt er den sogenannten Stick. Damit kippt er den Hubschrauber nach vorne oder hinten, nach links oder rechts.

Mit der linken Hand bewegt er den Pitch, die Stärke des Auftriebes. Ebenfalls mit der linken Hand steuert er mit dem Drehgas die Drehzahl des Motors bzw. der Turbine.

Mit beiden Füßen wird der Heckrotor gesteuert, der Hubschrauber dreht damit horizontal nach links oder rechts.

O.k., dann wird noch mit dem linken Zeigefinger der Startknopf betätigt, mit dem rechten Zeigefinger die Funktaste, mit dem rechten Daumen die Trimmung der Hubschrauberlage, mit dem linken Daumen die Trimmung der Engine-Drehzahl. Der rechte Ringfinger ist womöglich noch für den Landescheinwerfer zuständig.

Armaturenbrett HelikopterNa ja, und die Ohren hängen am Funk, die Augen am Himmel und an den Instrumenten.
Zudem müssen die Anweisungen des Controllers wiederholt werden.

Und dann checkt der Hosenboden ständig die Banklage (Schräglage) des Hubschraubers sowie die positiven oder negativen G-Kräfte.

Mit viel Übung ist das ein Kinderspiel.



Sicherheit

Der Hubschrauber ist ein äußerst sicheres Verkehrsmittel. Selbst bei einem Motorausfall schwebt der Hubschrauber ähnlich wie ein Ahornblatt nach unten (genannt Autorotation).

Die Hughes 500, die MagicCopter vorwiegend einsetzt, besitzt mit ihrer „Ei-Form“ eine einzigartig stabile Zelle.
Außerdem ist sie aufgrund des Rotorsystems sehr unkritisch gegenüber hohen Windgeschwindigkeiten und Böen.



Hier einige Zahlen zur Unfallstatistik (2004) in Deutschland...

  Unfälle Mit Todesfolge
Freiballone 13 0
Segelflugzeuge 116 9
Flächenflugzeuge 133 16
Hubschrauber 9 1
Davon Hughes 500 1 0
Flüge insgesamt 272 26
Zum Vergleich Bahn 4300 350(1998)
Zum Vergleich Auto 2.200.000 5.900

Übrigens: In 75 % der Flugunfälle war ein Privatpilot der Flugzeugführer (bei MagicCopter kommen ausschließlich Berufspiloten zum Einsatz).

NebelBeim Fliegen gibt es viele Sicherheitsmaßnahmen. Hier einige wenige:

  • Gebührenpflichtige Flüge dürfen grundsätzlich nur von Berufspiloten durchgeführt werden.
  • Berufspiloten bis 40 Jahre müssen jedes Jahr einen Gesundheitscheck machen. Ältere Piloten jedes halbe Jahr.
  • Für jeden Hubschraubertyp ist eine eigene Schulung (Type-Rating) erforderlich.
  • Luftfahrtzeuge unterliegen einer ständigen Wartung mit genauer Dokumentation.
  • Wichtige Komponenten werden nach einer festgelegten Betriebszeit ausgetauscht. Daher ist jeder Helicopter immer in einem hervorragenden technischen Zustand.
  • Nicht zuletzt: Bei ungünstigem Wetter wird nicht gestartet.